Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?
Rahmenbedingungen, Objektart, Vorlauftemperatur und wirtschaftliche Aspekte.
Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems. Als Faustregel gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl (JAZ). Bei Flächenheizungen mit 35 °C Vorlauf sind JAZ-Werte von etwa 4,0 bis 4,5 realistisch, bei Heizkörperbetrieb mit 55 °C eher 2,8 bis 3,4. Jede eingesparte Kilowattstunde Strom pro erzeugter Kilowattstunde Wärme wirkt sich direkt auf die Betriebskosten aus.
Vor der Auslegung prüfen wir die Heizlast des Gebäudes nach DIN EN 12831 statt über pauschale Quadratmeterwerte. Ein hydraulischer Abgleich (Verfahren B) und die Anpassung der Heizkurve sind Pflicht, weil eine überhöhte Vorlauftemperatur die Effizienz messbar senkt. Ebenso wichtig sind ausreichend dimensionierte Heizflächen, ein passender Pufferspeicher bzw. Überströmventil-Konzept sowie ein Volumenstrom, der zum Verdichter passt.
Bei der Aufstellung der Außeneinheit sind Schallschutz, Abstände zur Grundstücksgrenze, Kondensatführung und frostfreie Ableitung zu beachten. Die Kombination mit einer PV-Anlage und einem Energiemanagement-System erhöht den Eigenverbrauch spürbar, weil die Wärmepumpe gezielt in Erzeugungsspitzen laufen kann.
- Typische JAZ Fußbodenheizung
- 4,0 – 4,5
- Typische JAZ Heizkörper
- 2,8 – 3,4
- Empfohlene Vorlauftemperatur
- 35 – 45 °C
- Auslegung nach
- DIN EN 12831 (Heizlast)
